Mir scheint fast so, als ob sich in und um New-York etwas Großes in sachen house anbahnt. Levon Vincent, Dj jus ed oder dj qu, der auch diese wunderschöne Ep produziert hat, bilden ein künstler-Kollektiv, das einen House entwurf vorlegt, der meilenweit vom Spaß-Funk-Disco House Sound entfernt scheint. Dunkle, Technoid anmutende synthesizer, raumumgreifende Bässe verbinden sich wie durch Zauberhand mit einem Soul-gefühl, das die tiefste Dimension menschlicher Empfindsamkeit bereithält, ohne dabei jedoch irgendwie kitschig zu wirken, wie das bei der endsiebziger Discomusik gang und gebe war. Dj qu zeichnet auf dieser platte viel mehr ein klangBild (zumindest in meinem Kopf), das seine kraft aus der Unvereinbarkeit einer düsteren maschinenähnlichen, urbanen Atmosphäre und einer Melancholie erhält, die um ihre Ausweglosigkeit im kampf gegenüber diesen übermenschlichen, perfekten Maschinen weiß.
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