Mittwoch, 11. Januar 2012

Plattenladen(12.01.12)


So, weiter gehts, auch im neuen Jahr, die beine tuen zwar weh, und der hals kratzt auf eine weise, als würde er mir drohend voraussagen, dass es um die morgige Sendung nicht zum besten steht. Aus diesem grund habe ich in meine Tasche gepackt: Musik, die wirklich heilt, kein scherz, Melodien und Rhythmen, die den schwachen Körper mit dem wachen geist versöhnen. John Coltrane mit Love Supreme, eine Ererbetung an die Seele des Menschen, Gott.
Dem stillen Beatle(George Harrison) mit seinem selbstbetitelten Album von '79 soll auch genügend zeit eingeräumt werden, damit er mit der Sitar die kleinen, schüchternen Melodien anstimmen kann, die einfach jeden Geist in eine frühlingshafte Verzückung versetzen müssen, und überall da blumen wachsen lässt, wo gestern noch tiefster Winter herrschte. Den Weg in die lauen Sommerabende bereitet uns schließlich Arthur Russell, der auf ungewöhnlichen Country-Pfaden, die langen Gräser von Iowa besingt. Also, wehrte Zuhörer, der Winter sollte nach der dreistündigen Kur, die morgen um 20 Uhr beginnt auf alle Fälle aus unseren Knochen vertrieben worden sein. Hoffen wir, dass der klimatische Frühling auch bald kommt!
(Der musikalische ist ja zum Glück immer abrufbar)

Mittwoch, 30. November 2011

Dillinger - Cocaine In My Brain

That's the way we spell New-York...
Die 70iger Jahre in New York waren vieles, aber musikalisch vor allem ein Fest an neuen Ideen.
Man denke da nur an Disco, Punk, Hip-Hop und auch Reggae wie uns Dillinger mit dem nicht minder tanzbaren Song "Cocaine In My Brain" beweist.

Plattenladen (1.12.2011)



Aufgepasst und eingeschlafen! An diesem Donnerstag von 20-23 Uhr öffnet wieder der Plattenladen. Und dieses mal mit Gast:
Ole Ellinghousen seineszeichen aufstrebender DJ und Produzent aus der niedersächsichen Provinz hat den weiten und beschwerlichen Weg auf sich genommen, um mit mir Morgen die Sendung zu gestalten. Mit im Gepäck haben wir natürlich wieder erlesenste Raritäten aus den Bereichen Soul, Funk, Hip-Hop und House, die vor Jahrzehnten Dancefloors zur Exstase brachten, und heute völlig unberechtigt vergessen sind. Doch das werden wir am Donnerstag ändern, versprochen!


In diesem Sinne:
"Move Your Ass And Your Mind Will Follow!"

P.S: Da oben sind wir bebildert.

Dienstag, 1. November 2011

Plattenladen am Donnerstag (3.11.2011)

An diesem Donnerstag von 20 bis 23 Uhr machen wir unseren Plattenladen wieder im wunderschönen Trierer Campusradio auf. Aus diesem Grund habe ich begleitend zu unserer Sendung eine kleine Fotostrecke installiert, die hoffentlich einen kleinen Einblick in die wunderschöne Kunst des Plattencovers gewährt. Machen sie sich audiovisuell gefasst auf eine sorgfältige Auswahl an fast vergessenen Disco Gems, pulsierende Salsa-Einlagen und die rohe Energie des frühen Chicago-House. Seien es "Instant Funk" mit ihrer fulminanten Funk-Disco auf "Witch Doctor", Alfredo De La Fe's virtuose Streicheinlagen oder aber Jamie Principle's bitter-süßes "Your Love". Allen gemein ist, dass sie sich nicht um Genregrenzen scherten und einen Sound prägten, der nur so vor Selbstbewusstsein strotzte und dem Ironie fremd war.
Wir haben zudem keine Kosten und Mühen gescheut, um Ihnen Skurillitäten von Paul Mccartney und den Rolling Stones darbieten zu können, die auf ihren anfang der achtziger Jahre erschienen Alben "McCartney II" und "Undercover" Wege aus der Stagnation suchten und deswegen den damaligen Erwartungen dermaßen widersprachen, dass ihnen im Vergleich zu ihren Vorgängeralben kein großer finanzieller Erfolg beschieden war. Aber dennoch nahmen sie vieles vorweg, was heute "hip" und "trendy" ist. In diesem Sinne, seien Sie gespannt, manchmal schaut man mit dem Blick zurück doch in die Zukunft!










Montag, 31. Oktober 2011

Talking Heads: I Zimbra + Interview

David Bryne, Sänger der Kunststudentenrockband "Talking Heads" interviewt sich selbst und das ist wohl sowas von merkwürdig, kurios, daneben und nicht von dieser Welt, dass man sich irgendwie verunsichert fühlt.
Dazu noch die Perkussions-Überdosis von "I Zimbra" in der Live-Version und die feierabendliche Verwirrung ist perfekt.



Mittwoch, 13. Juli 2011

Radioshow: Arthur Russel


Morgen kümmern wir uns um den Pop-Innovator der frühen Acthziger-Jahre. Arthur Russels größter und einziger Hit war wohl "Is it all over my face". Doch in seiner von Ende der siebziger bis anfang der neunziger reichenden Schaffensphase beackerte er nicht nur Disco oder Tanzmusik, sondern auch bis in den Free_jazz reichende Cello-Drone Eskapaden und sogar country. Er war kein Vertreter einer speziellen Musikrichtung, er stand vielmehr für ein völlig neues Musikverständnis, das seiner Zeit weit voraus war.
Genres kannte er nicht, seine musik, die er selbst als "buddhist bubble-gum music" bezeichnete ließ sich nicht einordnen, sie war ungewohnt, unangepasst und wiederspenstig. Aus diesem Grund fiel es ihm schwer eine Plattform für seine Musik zu finden. Die Labels damals verstanden ihn einfach nicht. "Rough Trade" z.B. lehnte 86 sogar ein ganzes album von ihm ab. Der große Durchbruch blieb ihm also verwehrt.

Nichtsdestotrotz war und ist seine Musik einfach nur genial, weil sie nur ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten folgt und ein großes "Fuck" auf die Köpfe langweiliger New/No-Wave Bands schreibt.
In diesem Sinne morgen 21 Uhr einschalten:
http://www.campusradio-trier.de/

Donnerstag, 9. Juni 2011

Manu Dibango – Soul Makossa




Ein ganz großer Hit in David Mancuso's Loft. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

[edit]
dem ganzen ist vielleicht doch was hinzufügen, wie man nach einem kurzen beusch auf der wikipedia-seite feststellt.

"1972 eroberte er mit Soul Makossa (eigentlich die B-Seite der Single Mouvement Ewondo) in den Vereinigten Staaten die Charts. Es war der erste Number-One Hit eines afrikanischen Musikers in den USA[4], was Dibango zu einer ersten Tournee veranlasste, auf der er zahlreiche Kontakte zu schwarzen Musikern des Landes knüpfen konnte. Mit Soul Makossa wurde außerdem der Musikstil Makossa außerhalb Kameruns bekannt. Von einigen wird das Stück darüber hinaus als wegweisend für die Entstehung der Disco-Musik betrachtet.[5] Der Refrain „mama-se, mama-sa, ma-ma-ko-ssa“, wurde 1982 von Michael Jackson in seinem Song Wanna Be Startin’ Somethin’ benutzt, 2006 in dem ebenfalls äußerst erfolgreichen Song Don't Stop the Music von Rihanna, gegen beide Sänger hat Manu Dibango Copyright-Klagen eingereicht.[6] Der Song wurde auch auf dem 1997 entstandenen Album The Carnival von Wyclef Jean gesamplet."

Das würde man nicht gerade als wenig Einfluss auf die Pop-Kultur der letzten 30 Jahre bezeichnen.