Donnerstag, 31. Dezember 2009

Robert Hood Interview

fantastisches Interview mit der Techno-legende aus detroit.
robert hood spannt darin einen weiten Bogen von der Verbundenheit seiner Musik zu Detroit über die Underground resistence Crew bis zu seiner spirituellen Einstellung.
Wirklich sehenswert. Vorallem Hood's gelassene, aber doch konzentrierte Ausstrahlung habens mir angetan, es scheint so, als ob er jedes wort mit bedacht wählt und völlig mit sich im reinen ist und genau weiß, warum er der welt seinen sound nahe bringen will.

Rencontre avec Robert Hood, le preacher du rythme from TV.Jekyllethyde.fr on Vimeo.

Montag, 28. Dezember 2009

Jacques Palminger & the Kings of Dub Rock - Lied für alle



Der Nobistor newsletter überraschte mich heute nach dem Wiederauferstehen- erst um 8 aus dem bett, dann von 10 bis 2 weitergeschlummert- mit einem neuen Projekt von Jacques palminger und seinen compagnons "The Kings Of Dub Rock", bestehend aus Viktor Marek und einer wohlklingenden Frau( deren Namen ich leider vergessen habe), die das letzte Mondo cherry album mit einem zärtlichen vibe ausstattete:
Jacques ruft in seinem Kettenbrief, der eigentlich keiner sein soll, dazu auf das Grundgerüst des Songs "Lied für alle"(palminger.de) zu erweitern oder ergänzen, ergo zu remixen und das ergebnis an ihn und seine truppe zu schicken, damit sie aus diesem hoffentlich weitreichenden fundus an amateuraufnahmen ein Lied für alle von allen machen können. Aber liest selbst!

Liebe Freunde,

Hier ist ein Aufruf an alle Menschen in der ganzen Welt.
Wir, die Gruppe Jacques Palminger & the Kings of Dub Rock, möchten
mit allen Menschen das "Lied für alle" aufnehmen. Es soll sich ab
März 2010 sternförmig in der ganzen Welt verbreiten. Helfen Sie uns
dabei.

Gehen sie auf www.palminger.de und werden Sie Teil von etwas, das
größer ist als wir es jemals sein werden.

Das ist kein Witz. Das "Lied für alle" gibt es wirklich.
Leiten Sie diese Nachricht innerhalb von 10 Tagen an 10 Personen
weiter!

Achtung: Das ist kein Kettenbrief. Wir benutzen lediglich das
bewährte Verbreitungssystem. Das "Lied für alle" hat auch mit
Weihnachten oder Silvester nichts zu tun. Die Idee ist natürlich
wesentlich größer!

Gez.
Jacques Palminger & the Kings of Dub Rock
***

Samstag, 26. Dezember 2009

Russ Gabriel - Le Voyeur EP


Irgendwo ziwschen House und Techno liegt die Spielwiese von Russ Gabriel, der uns mit dieser Ep wieder einmal zeigt, wie man melodieseligkeit und straighte Rhythmen auf einen Nenner bringt. Er vereint das beste aus beiden Welten (würde bestimmt irgendein Marketingfuzzi von sich geben) ohne dabei irgendwie zerfasert oder unsortiert zu klingen. Auf sein Brot (House-grundgerüst)streicht Russ Gabriel keinen genre typischen Käse (Funk), sondern salzige Butter(Techno).


Donnerstag, 24. Dezember 2009

Joy Orbison - She Dressed In Her Best

Es ist an der Zeit, dass sich Dubstep und House vereinigen und ein Amalgam an deepen tönen, souligen vocal samples gepaart mit einem virtuosen rhythmusgefühl ergeben

Martin Kemp - After The Night


relaxte tunes von Martin kemp, bestens geeignet, um die polternde Nervösität eines Drum n bass set aufzulockern, oder aber wie der Titel schon preisgibt, der perfekte Soundtrack um den Sonnenaufgang in einer etwas anderen Stilrichtung wahrzunehmen.
Ein Schelm, wer dabei an irgendwelche bewusstseinsstimulierende Substanzen denkt.


Dienstag, 22. Dezember 2009

Operation Pudel 2001


Da sich dieses Jahr so langsam aber sicher dem Ende neigt und ein neues langweiliges Jahrzehnt vor uns steht, ist es an der Zeit, so finde ich, auf die kapitalistische Version von Fortschritt zu scheißen und einen Blick in die Vergangenheit zu wagen.
sozusagen als Vorsatz für eine neue kulturelle Konsumperiode habe ich beschlossen, dass ich 1. jegliche Art von Zeitschriften ignoriere, die sich als lehrer gegenüber dem Rezipienten aufspielen und allein durch ihre Artikelauswahl schon die Meinung der Leser manipulieren. 2. Die Zukunft bringt absolut nichts neues mehr, anstatt sich von irgendwelchen Medien aufschwatzen zu lassen, was fresh, was neu, was fortschritt ist, sollte man vielmehr zurück in die fruchtbareren Abschnitte der Popgeschichte zurückkehren und ihren Geist verstehen, damit man sich selbst an der Kunstruktion einer Zukunft beteiligen kann und nicht immer alles für bare Münze nehmen, was uns die großen Herrschaften von Verlagen, TV und auch bestimmten internetseiten weiß machen wollen
3. Ablehnung von Mp3's als Hauptressource beim Musikkonsum. Die haltbarkeit von mp3s ist zwar in technischer Hinsicht fast unbegrenzt, jedoch fehlt diesem virtuellen Gut die direkte Verbindung zum Geist.
Mp3 files taugen nicht als Speicherbewusstsein für Gefühle oder Errinerungen, weil es für ein paar Schriftzeichen ein Schwieriges ist die Mannigfaltigkeit von Informationen wieder zu geben, die man z.B mit London Calling von the clash verbindet. Klar, bringt Musik an sich schon viel an Assoziationskraft mit, um verschiedene Stimmungen im Verstand zu bilden oder wiederzubeleben. Nur leider sind mp3's nicht unbedingter Bestandteil der menschlichen Natur. Das heißt, der mensch kann Elemente der natur (alles, was man sieht) sich zu eigen machen, sie verarbeiten und zu etwas neues schaffen, wodurch sich sein Geist in der Welt der Objekte vergegenständlicht. (Bestes Beispiel: Ein Holzfäller fällt eben Bäume und baut sich aus diesen ein haus, so ist sein Geist in der Wirklichkeit existent). Der Erwerb von Platten z.B ist nichts anderes als die Aneignung der Natur durch das Individuum. Man kauft platten und projiziert in diese unpersönlichen Objekte die Eindrücke, Gedanken, Vorstellungen, die man z.B beim Musikhören erlangt.
Stimmungen, Meinungen, Vorstellungen werden dadurch in der Welt verwirklicht(so ähnlich wie beim Hausbau vom Holzfäller). Sie sind auf einmal realität in form von hartplastik und können ganz schnell abgerufen werden, indem man einfach seine schönen mechanischen plattenteller anwirft. Mit Abstrichen gehtt es zwar bei mp3's auch. Sie sind aber eben nicht direkter bestandteil der objekt-welt, sondern Teil des universums der Computersoftware. Von der Existenz der files wissen wir nur von der jeweiligen software. Wenn sich z.B in diesem Software- universum etwas verschiebt, kann es sein, dass unsere geliebten Songs auf einmal ganz anders erklingen oder einfach gelöscht werden und dann sind plötzlich die ganzen Empfindungen weg, die man in seine musiksammlung gelegt hat.
abschließend ist festzuhalten, dass man nicht zu viel seiner Gedankenkraft in diese internet-software-pc-welt legen sollte, weil man einfach von zu vielen sachen abhängig ist, das ist jedenfalls meine bescheidene Meinung
Mmh, ich bin ein bisschen abgeschweift, eigentlich wollte ich was zur operation pudel compilation was sagen. Naja, vll später.

Freitag, 18. Dezember 2009

Watcha

"You know I can't stand it
You're runnin' around"
Baby, watch out!
Schnarchender Schnee unter all den kalten baumkronen
gähnend durch die immer gleichen Motelzimmer

Eddie: You know, it's funny... you come to someplace new, an'... and everything looks just the same.

Bist du hier, steh ich dort
steh ich hier, bist du dort
Alles das selbe
überall die immer selben Sachen
Die Polster sind immer schön weich
der bigmäc schmeckt immer
Die Baustellen sind da, wo sie hingehören
die kräne, bagger zwar technisch differenziert
Aber die Gruben sind immer ein loch
Wieso sehen die Spuren im Schnee immer gleich aus?
Hah, das liegt vielleicht daran, dass es garnicht geschneit hat
Gäähn, heute keine Hysterie
Die Wolke aus Watte in den jeweiligen Ohren tolerieren
und den sanften Tinitus des Nicht-Kapierens genießen

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Ascher


ashtray, ursprünglich hochgeladen von Nufkin

Ein voller Aschenbecher
ruhend liegt er da
früher mal eine Kokosnuss
heute ein Gefäß mit
sinnentlehrten
stinkenden
ausgerauchten
glimmstängeln
oh, wie viele stolze pflanzen
müssen sich wohl erbrochen haben
um diesen vormals so erhabenen
Tabak
zu tage zu fördern
Oh, und jetzt nur weiße Asche
gespickt mit braunen Filterresten
zu staub verfallen
substanzlos ausgelaugt
ein Nicht-Bild
eine leichte verwirrung des windes würde genügen
um dieses Konstrukt einstürzen zu lassen
wie die Wirklichkeit!



Dienstag, 15. Dezember 2009

Erobique & Jacques Palminger - Songs for Joy

Die hamburger Wuselkinder sind zurück mit ihren "songs for joy".
Sie richteten sich im Maxim Gorki theater ein Studio ein und schalteten Anzeigen, dass jeder vorbeikommen könnte, um seine oder ihre selbstgeschriebenen Texte zu vertonen. Und das Ergebnis ist einfach nur schön. ehrliche private texte, völlig frei von Zynismus, politik oder sonst wie sinnlosen popkulturellen verweisen. Eingebettet in ein soul-piano gerüst, das die wonne der popmusik ohne firlefanz auferstehen lässt, strahlt Ihre Musik echt wahrhaftig, reduziert auf die Essenz ungetrübter Empfindungen.
Wie ich finde hat Lawrence Ferlingehtti dieses gefühl, das einem beim Lauschen beschleicht treffend ausgedrückt:

Ich hab in meinem Leben bei Schönheit nicht gelegen
mir immer nur erzählt
von ihrer Reize Macht
Ich hab in meinem Leben bei schönheit nicht gelegen
auch nicht mit ihr gelogen
mir immer nur erzählt
daß Schönheit niemals stirbt
doch abgesondert ruht
bei den Eingeborenen
der Kunst
und weit über den Schlachtfeldern
der Liebe
Sie ist über all das erhaben
o ja
sie hat den ersten Platz
im Chorgestühl
da vorne wo die Art Directors sitzen
zu wählen die Dinge für der Unsterblichkeit
Und Sie haben ihr Leben lang
bei Schönheit gelegen
Und sie haben sich gelabt im Honigtau
und getrunken die Weine des Paradieses
und wissen nun präzise daß
ein Ding von schönheit Freude ist
für immer und ewig
und daß es nimmer nie
verblassen kann
zu einer geldverlierenden Nichtigkeit
O nein ich habe nicht gelegen
in solchen Schönheitsfarmen
konnt so micch gar nicht fürchten aufzustehen
aus Angst ich könnt vielleicht verpassen
wenn Schönheit etwas sich bewegt
Doch ich habe mit Schönheit geschlafen
auf meine eigene verquere Art
und hab ihr ein zwei gierige Szenen gemacht
der Schönheit in meinem Bett
und so ein zwei Gedichte herausgekotzt
und so ein zwei Gedichte herausgekotzt
auf diese boscheske Welt

Montag, 14. Dezember 2009

Ost & Kjex

"it looks like house music comimg back strong!"
Ost & kjex sind vocal House im positiven Sinne. Das heißt jetzt nicht, dass sie semi r'n'b vocals auf nen 08/15 beat packen, der so gerade ist wie ein Tischbein. Von den inkredenzien her unterscheiden sich die beiden Norweger garnicht so sehr von den genre typischen verdächtigen. Sie wählen viel mehr eine andere Perspektive, um sich dem House zu nähern. ihr Ansatz scheint ein bisschen neben der Spur zu stehen, sie klingen anders, aber doch irgendwie vertraut. Das merkt man auch an dem unten verlinkten Track an. Die Beats sind zwar ausgefeilt und handwerklich auf der Höhe der zeit, doch gehen sie behutsam mit melodien um, indem sie meist nur angedeutet werden, anstatt sie voll auszuspielen. Die Crux ist, dass es Ost & Kjex garnicht nötig haben große melodien im herkömmlichen Sinne in ihre Tracks zu implementieren, denn sie besitzen ja ihre Stimmorgane. Und diese sind über jeden zweifel erhaben. Im Zusammenspiel entwickeln die beiden eine wahre Bastion an Melodieseligkeit. ihre Stimmen funktionieren im wahrsten sinne als Instrument, sie erschaffen dadurch einen auf den ersten Blick merkwürdigen Groove, der "full of soul" ist, aber doch irgendwie eine spur daneben klingt, im positiven Sinne. Die Ep "nordisch by nature" ist dafür ein paradebeispiel und verkürzt förmlich die wartezeit bis ich endlich wieder diesem ekligen südwesten entfleuchen kann. Ach, ja nächstes jahr kommt ihr Debutalbum.
Can't wait. can't wait....

Bill Hicks facing rough crowd

Bill Hicks gibt in einem Radiointerview einen Eindruck der fröhlichen Hinterwäldler Szene in Amerika.

Hartes Brot^^

Samstag, 12. Dezember 2009

Nite Funk




Nite Jewel + Dam Funk = Genius
Wie dieser Mann singen kann, Dam-Funk hat wohl den Soul mit übergrößen Löffeln verspeist. Und dazu noch seine polternden Boogie rhythmen gepaart mit dem süßlichen synthiepop von Nitejewel. Außerdem ist der gesamte Produktionsprozess im unten verlinkten vid dokumentiert. Peanut Butter taucht sogar auch noch auf. Echt sehenswert.^^

Nite Funk - "Am I Gonna Make It"

Tune in an Afternoon: Dam-Funk and Nite Jewel

Tune in an Afternoon: Dam-Funk and Nite Jewel

fantastische collabo aus Dam-Funk und Nite jewel. Wie dieser Mann singen kann, fas stevie wonder like.
Dam-funk hat wohl den Soul mit löffeln gegessen, . Dazu zerbrechlich, leuchtenden synthie pop von Nite Jewel gepaart mit einem polternden boogie Rhythmus.
Der gesamte Produktionsprozess ist dokumentiert und peanut butter wolf schaut auch noch vorbei.

Freitag, 11. Dezember 2009

Studio Braun


Absurditätenhumor par exellence bietet uns dieses Trio aus Hamburg, bestehend aus wohl bekannten Gesichtern, da wäre zum einen Rocko Schamoni, der seit über 20 Jahren in der Kulturszene Hamburgs rumwuselt, sein output geht von Musik über Theater zu schriftstellerischen Versuchen (Dorfpunks). Heinz Strunk dürfte auch dem breiteren Publikum ein Begriff sein. Fleisch ist mein Gemüse, sein Debutroman, indem er seine traumatische provinzjugend verarbeit wurde erst vor kurzem verfilmt. Wobei man hinzufügen muss, dass auch er von Haus aus Musiker ist, genauso wie der letzte im Bunde: Jacques Palminger, der in den 80igern mit seiner Band die waltons "führender vertreter" der deutschen "Funpunk bewegung" war. Subversive Texte mit schlagerhaften melodien und country anleihen boten genug Sprengkraft um die CDU wählenden Eltern in Aufruhe zu versetzen. Doch allen drei ist gemein, dass sie ihre komisch trostlose Adoleszenz selbstironisch belichten und versuchen die illusion der der dummen Normalität zu durchbrechen. Und dabei haben sie absolut keine Angst vorm GAGA.

Immer diese anbiedernden Klappentexte, soviele Non-information kann nicht das non-plusultra einer hochwertig schimmernden plastikverpackung, die auch in Sachen Farbqualität in nichts dem photo-color nachsteht, darstellen. Wo bleibt denn hier der heroisch, konservative Anspruch, die Welt in ihren grundfesten zu erhalten. Alles nur plastik, plastik, kunstoffpapier. Pergament mit Goldrand, alles dran an der Bibel. Wussten Sie eigentlich, dass neuste forensische Untersuchungen ergeben haben, dass minderwertige okö-recycling-pappe nur einen bruchteil an christlich wertvollen News-nachrichten beherbergen können, so Herbert Waldverbrenner, voremeritierter Profesor der Soziologie für Verzierungstechniken in den Medien.

Liebe Bankgenossen und Großunternehmer! Wir fordern die vetikale Integration von naturbelesenen und belassenen Schriftstücken in Dax Unternehmen. Diese verwahrlosung an deutscher vor-und nachkriegsgeschichte darf nicht zu einem gesellschaftlich anerkannten status-quo verkommen. Wir dürfen unsere raffinert, prähistorischen Erdölreserven nicht für eine klimatische bedenkliche Kunststoffpapierproduktion verschleudern.
Unsere Agenda 20 20 hat sich deswegen zum Ziel gesetzt, staatlich subventionierte haarwuchsmittel zu fördern, für Männer, vorzüglich für Mitglieder arbeitgebernahen Verbänden oder Unternehmen. Wieso haben selbst Alt-68iger mehr Haare in der Nase, als wir auf dem Kopf. Kampf der bowlingkugelglatten Kopfhaut! Aufsichtsräte haben auch ein Recht auf volle Kopfhaarbedeckung. Wir, Wir sind die Speerspitze, die konservative avantgarde, die leistungsträger dieser alternden Gesellschaft, irgendjemand muss doch die Rollstühle und Potenzmittel von morgen entwickeln!!
Ein anderer kernpunkt unserer innovativen Agenda sieht für 2014 die realistische Chance, das Jugendstrafgesetz dahingehend zu erweitern, dass die glatzenrasur als Strafe für jugendliche Querolanten kein tabu mehr darstellen sollte. Unser Wahlspruch für die nächste dekade lautet aus diesem Grunde: nieder mit der verlodderten Jugend, wir sind alt und kaputt, kauft altersheime!!
Vielen Dank







Ach, ja, und die Henry Maske ist einfach so was von göttlich.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

An dem Tag als Charlie Parker starb!

Jack Kerouac, den wir alle als Mitbegründer der Beat Generation kennen und lieben, hat einen Nachruf zu Charlie parkers Tod geschrieben. "spontaneous prose", die Welt in einem Atemzug, eine Ode an einen Typen, der nicht in diese Welt passen wollte.
"Charlie Parker looks like Buddha": Jack Kerouac spricht das Wort "Buddha" so charmant ehrfurchtsvoll aus: "Budaah", unterlegt mit den unaufgeregten jazzryhthmen eines Steve Allen.

"Charlie Parker

Charlie Parker looked like Buddha
Charlie Parker, who recently died
Laughing at a juggler on the TV
After weeks of strain and sickness,
Was called the Perfect Musician.
And his expression on his face
Was as calm, beautiful, and profound
As the image of the Buddha
Represented in the East, the lidded eyes
The expression that says "All Is Well"
This was what Charlie Parker
Said when he played, All is Well.
You had the feeling of early-in-the-morning
Like a hermit's joy, or
Like the perfect cry of some wild gang
At a jam session,
"Wail, Wop"
Charlie burst his lungs to reach the speed
Of what the speedsters wanted
And what they wanted
Was his eternal Slowdown."


Mittwoch, 9. Dezember 2009

Charlie Parker


Der Mann, der den Bebop aus der traufe hob und wie kein anderer nachfolgende Jazz-Spielarten prägte, ist mein erster Kontakt mit dieser fremdartigen Materie, die sich so grundsätzlich vom Pop unterscheidet.
Charlie Parker wurde zu seinen Lebzeiten nicht für sein schaffen gewürdigt. So fremd erschien sein Werk dem damaligen zeitgeist. Abstrakte Melodielinien und ein mehr als rasantes Tempo hebte ihn vom damaligen Swing-Jazz ab. Und das zu recht, denn was für einen hypnotischen Drive er auf seinem Sax entwickelte, lässt sich anhand der zahlreichenlive-Aufnahmen erahnen. Um aber diese Energie spüren zu können, müsste man sich auf eine Zeitreise in die ausgehenden 40iger Jahre begeben und den legendären Club "yardbird" aufsuchen, wo er zeit seines Lebens die Schizophrenie zwischen musikalischer Extase und weltlichem Überleben darbietete. Geplagt von Magengeschwüren flüchtete er in Extreme: tagsüber Geld auftreiben, damit er seinen Schmerz durch eine geeignete heroin medikation betäuben konnte und nachtsüber in eine Parallelwelt abzudriften, in der weltliche Probleme keine bedeutung mehr hatten. Um so mehr er jedoch bei seinen Auftritten den puren Lebensgeist atmete, desto mehr verfiel er im Alltag. Er konnte seinem Schicksal nicht entrinnen, die Menschen mit ihren Erwartungen und die Ungerechtigkeit seines kaputten Körper gewannen überhand. Er sah vor seinem inneren Auge, dass die Musik nicht ewig sein Zufluchtsort sein könnte. Deswegen spielte er jede Note mit einer zutiefst traurigen Leidenschaft, die damals so unbeschreiblich klingen musste, dass man sich fragt, wo diese Schönheit im hier und jetzt noch zu finden ist, da Charlie Parker die schönsten Noten alle schon gespielt hat.





Und hier noch der trailer zur überaus sehenswerten Filmbiographie gedreht von Clint Eastwood mit forest Whitaker als Charlie parker (grandios):

Dienstag, 8. Dezember 2009

David K - Jaffa Night




"Jaffa Night"EP, Peaktime House von David K, ende october auf dem vorzüglichen label "supplement facts" erschienen, featured zwei grandiose tracks. Einmal "train of thought" mit diesem treibenden Spannungsaufbau, der sich dann anschließend in einer Bassline entlädt, die so viel raum einnimmt, dass man zwangsläufig zu wilden zuckungen neigt, um diese bassinduzierte Euphorie irgendwie verarbeiten zu können. Jaffa Night schaltet noch einen gang hoch, sodass man fast meinen könnte, man wäre einem astreinen banger auf den Leib gegangen, wäre da nicht dieses gewisse understatement, dass den track davor bewahrt in allzu stumpfes bassgewitter abzudriften


Montag, 7. Dezember 2009

Ost & Kjex - Continental


auf meiner allmontaglichen BIB-Session, die eigentlich dazu da ist, um den uni-kram der letzten woche nachzuholen, aber im endeffekt eh immer darauf hinausläuft, dass ich in diesen charmant muffigen Bucherregal-korridoren versuche das wochenende auszunüchtern.
Und wie ich so über den ausgelatschten teppichboden schwadroniere, um mal wieder verzweifelt irgendein "soziologisches Meisterwerk" zu suchen, was sich aber ziemlich schwierig gestaltet, wenn man zettel und stift vergessen hat und deswegen keine möglichkeit hat diese verdammten Büchernummern aufzuschreiben.
Naja, ich schweife ab, was ich eigentlich sagen wollte, ist, dass während meines herumirren in dem oben erwähnten bildungsapparat mir völlig unversehends Ost & Kjex mit "Continental lover" entgegenschallen. Man muss dazu sagen, dass ich extra morgens den mehr oder weniger neuen panorama-bar mix von tama sumo auf meinen mp3-player gezogen habe
deep groovy starte ich also in den tag. levon Vincent mit seinem unterkühlten rave-stampfer "Late Night Jam" oder aber Steffi's 24 hours bringen meinen puls auf ein ordentliches niveau. Doch als Ost $ Kjex einfahren, bricht plötzlich ein gewaltiges gewitter über meinen kopf zusammen und rötlich schimmernde Sonnenstrahlen zerfasern die dunklen Wolken. Diese durchgestylten Drums mit ihren vielen kleinen sample-spielereien, die man kaum als diese erkennt, werden strukturiert von den mehr als poppigen Vocals, die wegen der Kopfstimme ein bisschen an dop erinnern, aber eben doch viel viel poppiger sind.
Als ich gerade inmitten der Schreibtischbatterien im hauptgebäude angekommen bin und überall diese gackernden Hühner sehe, wie sie semi-angestrengt in ihre Bücher versinken, denke ich fast, man könnte diese "geballte Intelligenz" förmlich riechen, aber wahrscheinlich ist das eh nur vogeldreck.
Doch dann ertönt plötzlich der Break und lässt mich in windeseile meinen Zynismus vergessen.
Ein immer wiederholendes "Ooh" erfüllt meine Ohren und als der sänger mit seiner hochfrequenten Stimme "Dont you know that i think that you are sexy" dahinsummt, muss man innerlich doch gewaltig über diese spaßbefreite uni mit all ihren verblendeten bwl-studenten lachen.


Ost $ Kjex - Continental lover

REVENGE, The/EDDIE C/BE/KRL - I Wanna See All My Friends At Once


The Revenge, Eddie C. Die Heroes der Nu-Disco bewegung auf einer 12" vereint. ja, ist denn heut schon weihnachten? Und dann auch noch die Arthur Russel Anspielung im Titel. einfach genial. Wolf Music hat einen echt guten geschmack bei der Zusammenstellung dieser Ep bewiesen. So viel Soul, Funk und jazz hab ich bis jetzt noch nicht auf einer House-Platte erlebt. Dabei muss man sich vor augen halten, dass die Tracks allesamt auf sampling basieren. Dieser tongewordenen Leidenschaft eingebettet in einen stetigen 4/4 takt zu lauschen, fühlt sich so an, als ob man im Disco-Heaven mit Arthur Russel und Donna Summer Disco-Fox tanzen würde.


Sonntag, 6. Dezember 2009

Yakine - Cicero EP


Heavy rave stuff von Yakine mit laut kickenden Snares. Der Druck, der in diesen Tracks entwickelt wird, ist echt mächtig, die Drums im intro fressen sich förmlich ins Hirn. Die Bass-line z.B in Bishop erinnert mich stets an alte rave-klassiker, weil sie einen über die die harten Drums fliegen lässt, ohne dabei jedoch zu sehr in diesen 90iger rave-mief abzugleiten. Dafür sorgen die World-Musik Anleihen, die man fast in jedem yakine track wiederfindet.


San Serac - Music never ends


In kürze erscheint "music never ends" auf Morgan Geist's environ records. san serac verfolgt auf dieser Scheibe einen sehr poppigen Ansatz, die Beats sind zwar wie eh und je verspielt und schrillig mit vielen mitt90iger-house anleihen, sie werden jedoch mit vielen gesangslinien strukturiert, was mir persönlich nicht so entgegen kommt. Aber dafür setzt der Morgan Geist einen Konterpart, in dem er die A seite bis auf ihren Grundgroove herunterbricht und wohldosiert schicht für schicht die synthielicks vom orginal hinzufügt. Bei den Vocals beschränkt er sich natürlich auch auf das nötigste. Da kommt auch mein träges Hirn mit..^^


Samstag, 5. Dezember 2009

Delano Smith - Deep Fundamentals


Für alle Freunde von deepen grooves: Delano Smith versorgt uns mit 3 astreinen Detroit-House tracks, die allesamt einen flow entwickeln, der nicht brachial auf irgendwelche Effekte setzt.
Delano Smith lässt seine Soundentwürfe bewusst atmen, er gesteht ihnen Zet ein sich zu entwickeln, ohne den hörer zu bevormunden. Er erschafft eine Klangschaft, die keine ausgetretene Pfade besitzen, sondern selbst durch die hörer erschlossen werden müssen.


Mittwoch, 2. Dezember 2009

Aus welcher Stadt...?

Aus welcher Stadt kommt die ehrlichste und druckvollste elektronische Musik?
Nicht Paris, nicht Berlin und schon garnicht London, sondern Detroit. Die Stadt ist schon seit gefühlten 30 Jahren dem Untergang geweiht. ganze Viertel verfallen förmlich, die Mordrate ist die höchste in den ganzen USA. Soziale Ungleichheit zeigt sich in allen ihren Ausdrucksweisen. Die Schwarzen leben in verfaulten trailerparks oder in der heruntergekommenen Innenstadt, während die weißen sich in ihren dekadenten Suburbs, die allein durch überfluss und gleichförmigkeit gekennzeichnet sind, vergnügen. Und doch beherbergt Detroit eine der traditionsreichsten Szenen für elektronische Musik. Wer kennt nicht Detroit Techno?!. Wahrscheinlich treibt gerade der Zustand des permanenten Verfalls und der trostlosigkeit die hiesigen Musiker dazu an, höchstleistungen zu vollbringen. Das Gefühl der Ungerechtigkeit spiegelt sich nicht unbedingt plakativ in den hervorgebrachten Tracks wieder, aber es schwingt unentwegt im Subtext mit. Die maschinelle Härte der Techno-Musik gepaart mit zu tiefst bewegenden, erdigen Soul kann nur in der Auto und Motown Stadt "Detriot" fusionieren. Man denke nur an Künstler wie Kevin Saunderson oder Carl Graig , die mit der 80iger den Grundstein für einen Sound legten, der nur mit einer Stadt in verbindung gerbracht werden kann. oder Aber Theo Parrish und Moodymann, die zwar einen eher houseorientierten ansatz verfolgen, die aber auch im Stande sind, das lebensgefühl einer ganzen Generation einzufangen



Smallville - And Suddenly It´s Morning”


Smallville records aus Hamburg beglücken uns mit ihrer ersten compilation, die die Werke von Move D & benjamin Brunn, Sven Tasnadi, Christopher Rau etc. in gebündelter Form präsentiert. Und das Bild, welches die Label crew mit dieser platte entwirft, ist ein durchaus buntes, jedoch nicht beißenden, viel eher gelassenes und unaufgeregtes. Keine Effekthascherei, keine geprotze oder gekreische, sondern ein tiefer Vibe erfüllt unsere gliedmaßen, der sich vorallem dadurch kennzeichnet, dass er leicht euphorisierend und vor allem hypnotisch wirkt. "And suddenly it's morning" sagt eigentlich schon alles.

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