Die hamburger Wuselkinder sind zurück mit ihren "songs for joy".
Sie richteten sich im Maxim Gorki theater ein Studio ein und schalteten Anzeigen, dass jeder vorbeikommen könnte, um seine oder ihre selbstgeschriebenen Texte zu vertonen. Und das Ergebnis ist einfach nur schön. ehrliche private texte, völlig frei von Zynismus, politik oder sonst wie sinnlosen popkulturellen verweisen. Eingebettet in ein soul-piano gerüst, das die wonne der popmusik ohne firlefanz auferstehen lässt, strahlt Ihre Musik echt wahrhaftig, reduziert auf die Essenz ungetrübter Empfindungen.
Wie ich finde hat Lawrence Ferlingehtti dieses gefühl, das einem beim Lauschen beschleicht treffend ausgedrückt:
Ich hab in meinem Leben bei Schönheit nicht gelegen
mir immer nur erzählt
von ihrer Reize Macht
Ich hab in meinem Leben bei schönheit nicht gelegen
auch nicht mit ihr gelogen
mir immer nur erzählt
daß Schönheit niemals stirbt
doch abgesondert ruht
bei den Eingeborenen
der Kunst
und weit über den Schlachtfeldern
der Liebe
Sie ist über all das erhaben
o ja
sie hat den ersten Platz
im Chorgestühl
da vorne wo die Art Directors sitzen
zu wählen die Dinge für der Unsterblichkeit
Und Sie haben ihr Leben lang
bei Schönheit gelegen
Und sie haben sich gelabt im Honigtau
und getrunken die Weine des Paradieses
und wissen nun präzise daß
ein Ding von schönheit Freude ist
für immer und ewig
und daß es nimmer nie
verblassen kann
zu einer geldverlierenden Nichtigkeit
O nein ich habe nicht gelegen
in solchen Schönheitsfarmen
konnt so micch gar nicht fürchten aufzustehen
aus Angst ich könnt vielleicht verpassen
wenn Schönheit etwas sich bewegt
Doch ich habe mit Schönheit geschlafen
auf meine eigene verquere Art
und hab ihr ein zwei gierige Szenen gemacht
der Schönheit in meinem Bett
und so ein zwei Gedichte herausgekotzt
und so ein zwei Gedichte herausgekotzt
auf diese boscheske Welt
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