Dienstag, 5. Januar 2010

zur Bedeutung von Songtexten...

Endlich raffe ich mich mal auf, um meinen ersten Blogeintrag überhaupt zu schreiben. Überwältigt von dem Gefühl, etwas Neues zu entdecken wird der Schreibfluss sicher extraordinär werden.

Ich weiß durchaus, dass sich viele von euch eher den nonverbalen, also songtextlosen Musikrichtungen zugehörig fühlen. Doch lest euch mal durch, was ein Rock/Indie/Alternative-Fritze zum Thema Sontexte mitzuteilen hat.
Texte in Musik sind keinesfalls notwendig, ich sehe sie eher als eine Art Bonus zum Lied an. Der Text kann einen Song nie zerstören, wohl diesen aber um eine weiter Facette und Ebene erweitern, ihm eine neue Pforte des Zugangs ermöglichen. Sollte ein Lied einen Scheißtext haben, ist es nicht schwer, diesem einfach keine Große Beachtung zu schenken - man konzentriert sich auf die grundlegenden Dinge der Musik.
Man KANN sich aber auf den Text einlassen und ihm Beachtung schenken und somit könnte sich bei einem schon bekannten Lied eine ganz andere Zugangsebene auftun. Ist der Text gelungen, erkennt man sicher wieder, man identifiziert sich mit dem Song, mit der Band, mit weiteren Fans... Und passt dann auch noch der Text zu dem restlichen Lied, zur Melodie, zum Songaufbau, dann haben die Künstler wirklich großes geleistet und es wirkt so, als stünde zuerst der Text, der eine Geschichte erzählt, die dann noch mit passender Musik hinterlegt wird. Nirgendwo kann man sich so gut in einem Song verlieren, wie in dieser beschrieben Situation.
In diesem Sinne: Gebt den Texten eine Chance

euer Hippie der Neuzeit

3 Kommentare:

  1. wooo, congratulations, sehr nice, hat nen bisschen gedauert bis ich erkannt habe, dass du dich hinter diesem nonchalanten pseudonym versteckt hast. Aber das Geheimnis ist bei uns sicher^^

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  2. Mein lieber Hippie der Neuzeit,

    meine Meinung zu dem Thema Songtexte weicht erheblich von deiner ab. Meiner Meinung nach steht der Text im Vordergrund eines Songs. Dies mag zwar eine sehr gewagte These sein, wenn mensch bedenkt, dass viele Stücke auch völlig ohne Text auskommen und allein mit ihrer Melodie den Menschen begeisteren können, doch dies trifft meiner Meinung nach v.a. auf klassiche Musik (z.B. Pachelbel, Chopin und die üblichen Verdächtigen) zu. In der heutigen Zeit sind es doch meist Songs MIT Texten, die angehört werden und in diesem Fall schreibe ich den Texten eine große Bedeutung zu. So kann eine Melodie mich vllt. begeistern, doch wenn der Inhalt des Liedes so stumpf oder nichtssagend ist, dass mensch sich wirklich fragen muss, warum solch oberflächliches Geschwätz auf die Menge losgelassen wird, dann wiegt dies doch schwer und die Musik kann nicht richtig genossen werden, denn der Text kann schlecht ausgeblendet werden. Auch wenn folgendes evt. etwas provokant wirkt: Mensch male sich aus, was passiere, wenn dem Text keinerlei Beachtung geschenkt wird; rechtsradikale Propaganda könnte (ggf. in anderer Sprache, da sonst doch zu auffällig) verbreitet werden - und dann wird mensch gefragt welche Musik seiner/ihrer Meinung nach gut ist und empfiehlt letztlich eine rassistische Band ohne es zu wissen. Dies mag nun ein extremes Beispiel sein, doch wenn mensch bedenkt, dass in puncto Sexismus solche Vorhergensweise gang und gäbe is, erscheint die Theorie doch nicht so abwegig (siehe Lieder á la "Sexy Bitch" um nur ein Beispiel von vielen zu nennen).
    Nun die Gegenprobe: angenommen Person X hört eigentlich Rock/Alternative/Indie/Hardcore, nun ist sie allerdings politisch eher links einzuordnen und stößt auf (deutschen) (links-)politischen Hip-Hop, nun werden durch den Songtext die Genregrenzen durchbrochen, so dass plötzlich "fette" Beats statt Gitarrenriffs aus dem Zimmer zu hören sind, weil die Inhalte der Songs über dem musikalischem Geschmack stehen (Beispiel: Holger Burner, Mad Maxamom oder im Elektrobereich (bedingt) Egotronic).

    Auf Grund der oben genannten Thesen vertrete ich die Ansicht, dass die musikalische Ebene natürlich einen Teil (oft auch den Großteil) des Genusses eines Liedes ausmacht, doch kann diese häufig durch misslungen Text zerstört werden. Der Inhalt bzw. neudeutsch die "Message" des Songs erscheint mir aber mindestens genauso wichtig, denn welch bessere Auszeichnung gibt es für einen Künstler, als dass seine Lieder die Menschen bewegen - und dass nicht nur innerlich - und schlussendlich die realen Verhältnisse verändern.

    Mit nachdenklichen Grüßen,
    Joe

    P.S. Aber schön, dass du jetzt auch bloggst - ich kann mich (leider) noch nicht überwinden...

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